“Danke, dass Sie uns diese Woche voller Erfahrungen ermöglicht haben”, bedankte sich Oberkursschülerin Olga Becker auch im Namen ihrer sechs Mitstreiter: Ashni Shaji, Abiya Shaji, Martin Thomas, Yasmin Rejeb, Ismael Mohammed und Pascal Wagner. Olga und ihre jungen Kolleginnen und Kollegen hatten Mitte Juli die Möglichkeit völlig eigenständig einen Wohnbereich zu leiten. Initiiert wurde das Projekt von den Praxisanleitern David Viola und Michelle Moritz. Beide Praxisanleiter waren ständig im Hintergrund, um bei Fragen bereitzustehen oder in Krisensituationen beispringen zu können. “Wir hatten von einem solchen Projekt im Rahmen einer Weiterbildung gehört”, erinnert sich David Viola. “Und eine solche Praxiserfahrung wollten wir auch unseren Auszubildenden ermöglichen”, ergänzt seine Kollegin. Einrichtungsleiter Andreas Roden und Pflegedienstleiterin Cornelia Bovani waren von dem Projekt sofort überzeugt und machten es möglich, dass der Wohnbereich St. Michael im Seniorenzentrum zur Verfügung stand.
Die sieben angehenden Pflegekräfte hatten nun eine Woche lang Gelegenheit, die Arbeit, die Prozesse, die Abläufe auf dem Wohnbereich völlig selbstständig zu planen und durchzuführen. “Bewusst haben wir Azubis aus jedem Ausbildungsjahrgang und einen FSJler ausgewählt”, erläutert Praxisanleiter Viola. Die beiden Praxisanleiter sind im Seniorenzentrum St. Franziskus für ihre Arbeit freigestellt. Das heißt sie kümmern sich um alle Auszubildenden im Seniorenzentrum. Während des Projektes waren sie für die sieben jungen Menschen jederzeit ansprechbar.
Bewohnende wie Kolleginnen und Kollegen waren begeistert von der selbstständigen Arbeit der sieben Projektteilnehmer. Die jungen Menschen haben eine Woche lang jeweils den Frühdienst auf dem Wohnbereich St. Michael übernommen. Zu Beginn haben sie sich in einer Besprechung zusammengesetzt und die anstehenden Aufgaben besprochen. “Hier haben wir immer darauf geachtet, dass die Arbeit gleich verteilt ist”, berichtet ein Projektteilnehmer. Es gibt ein Steckkartensystem, in dem die Aufgaben und Arbeiten den jeweils zuständigen Pflegekräften zugeordnet wird. Neu für die Auszubildenden waren unter anderem Aufgaben wie Telefonate und Absprachen mit Ärzten, Apotheken oder Angehörigen, Koordination von Ein- und Auszügen. Auch die genaue Dokumentation der Arbeiten sowie die Dokumentation und Versorgung von Wunden gehörte für diese Woche in ihren Zuständigkeitsbereich.
Am Ende der Woche stand eine gemeinsame Rückschau mit den Praxisanleitern und der Einrichtungsleitung an. Die sechs Azubis waren begeistert von der Projektwoche und wünschen sich mehr davon und auch gern länger. “Wir haben so viel lernen können”, sagen sie unisono. Besonders geschätzt haben sie ihre gemeinsame Teamarbeit und die wertschätzende Kommunikation untereinander. “Diese gute Atmosphäre wurde von allen im Seniorenzentrum wahrgenommen”, hat auch Pflegedienstleiterin Cornelia Bovani bemerkt. “Wir sind wirklich stolz auf euch!”, spricht Einrichtungsleiter Andreas Roden allen seinen Dank aus.












